Sao Vicente und Santo Antao

Nach knapp zweieinhalb Jahren sind wir zum ersten Mal in einem uns bereits bekannten Hafen: Mindelo auf Sao Vicente in den so liebgewonnenen Kap Verden.
Aber Eins nach dem Anderen: Wir sind noch zwei weitere Tage auf Fogo geblieben und haben noch einmal den Vulkan bestiegen, das heißt Cori noch einmal und Martin zum ersten Mal. Nach drei Stunden Aufstieg wurden wir mit einem Wahnsinnsblick bis nach Sao Vicente und einem supercoolen Abstieg im Laufschritt durch die Vulkanasche belohnt. Aber wir wollen uns hier nicht wiederholen, Cori hat ja letztes Mal schon ausführlich über den Pico de Fogo geschrieben.
Am Abend haben wir gleich noch ganz unverhofft einen weiteren Höhepunkt erlebt: Springende Buckelwale direkt vor der Hafeneinfahrt, eine ganze Schule mit Jungen.
Am Tag drauf dann Leinen los und Anker hoch und auf nach Sao Vicente. Wir waren froh, als wir aus dem Hafen, in dem schon mehrere Segelboote an den Klippen zerschellt sind, draußen waren.
Die Überfahrt war windig und nass, aber nach zwei Tagen waren wir in Mindelo und haben den Kreis der Weltumsegelung somit geschlossen. Morgens um neun haben wir angelegt und auf das große Ereignis mit der letzten Dose Bier angestoßen. Jetzt kommt quasi die Heimfahrt, im August wollen wir in Kiel sein.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und der Clearance sind wir gemütlich durch die Stadt geschlendert, haben mittags im altbekannten Club Nautico gleich noch ein Bier auf die Weltumsegelung getrunken und abends zusammen mit einigen anderen Seglern, bei Kerzenschein, Seemannsgarn, rauen Gitarrenklängen von Country Dave und Cori und noch mehr frischem Kapverdischen Bier den Abend ausklingen lassen.
Gestern war Arbeitstag angesagt: Das Kutterstag musste runter und ein neues Terminal gepresst werden, eine gebrochene Stelle am Baumniederholer muss neu geschweißt werden und viele, viele kleinere und größere Aufgaben stehen noch an. Wir (Martin und die Ivalu) werden noch ca. drei Wochen hier bleiben und einige Bordarbeiten erledigen bevor es Anfang Mai dann auf die Azoren geht. Für Cori geht es morgen leider schon wieder zurück nach Europa.
Heute haben wir einen Ausflug mit der Fähre auf die Nachbarinsel Santo Antao gemacht, die immer noch eine der schönsten Inseln der ganzen Weltumsegelung ist. In der Früh um acht hat die Fähre abgelegt und eine halbe Stunde später in Porto Nova wieder angelegt. Zusammen mit zwei anderen Seglern, die zufällig auf der selben Fähre waren, haben wir uns ein Aluguer (Minibus, Sammeltaxi) geteilt und sind über und um die Insel gefahren. Zuerst ging es von oben zum Paul-Valley, einem tiefen und unheimlich fruchtbaren Tal und zum Vulkankrater. Dann auf der anderen Seite der Insel wieder runter zur Küste und in die wunderschöne kleine Ortschaft Tarafal, wo wir Mittaggegessen haben und absolut fasziniert vom lokalen Fischmarkt waren. Dann von unten wieder in Paul-Valley, wo Zuckerrohr, Bananen, Papayas, Mangos, Orangen und Zitronen, Kokosnüsse, Yams und noch so viele andere Früchte wachsen, ein gigantisch schöner Ort. Leider, wie immer, war der Aufenthalt viel zu kurz und wir mussten viel zu früh wieder zur Fähre.
Ja, und jetzt sind wir wieder in Mindelo und gleich bei unseren Bootsnachbarn zum Essen eingeladen.
Viele liebe Grüße von Bord senden
Martin und Cori

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