25.07.2017

Buchankündigung: "Freiheit auf Zeit - Weltumsegler erzählen"



Nach langer, langer Zeit kommt hier wieder einmal ein kleiner Beitrag. Und zwar aus folgendem Anlass: Letzte Woche ist das Buch "Freiheit auf Zeit" von Kristina Müller erschienen, in dem sie die Geschichten von zwölf deutschen Weltumseglern erzählt, unter Anderem auch über die Reise der Ivalu.

Und bevor ich lange nach Worten suche, die das Buch passend beschreiben könnten gebe ich Euch den offiziellen Text an die Hand. Das Buch kostet übrigens 22,90 Euro (oder 17,99 Euro als E-Book) und kann hier bestellt werden:


Jede Weltumsegelung ist eine Liebesgeschichte. Erzählt von Männern und Meeren, von Frauen und Freiheit. Und von der Verwirklichung lang gehegter Träume.
Vor diesen Geschichten sei gewarnt. Sie können akutes Fernweh auslösen und Reisefieber verursachen, bis hin zu dem drängenden Verlangen, jetzt, gleich und hier alles stehen und liegen zu lassen, auf ein Boot zu steigen und davon zu segeln. Als Gegenmittel wirken vorübergehend nur Gebrauchtbootanzeigen und das Verteilen von Kreuzchen auf dem Globus.

Zwölf Reisen deutscher Weltumsegler zeichnet dieses Buch nach, basierend auf zwölf Interviews mit Paaren, Solo-Seglern und einer Familie. Zwölf Träume, zwölf Entscheidungen des Loslassens, zwölf Mal vollkommene Freiheit. Aber auch: Stürme, Kenterungen, Schlafmangel, leere Kassen und Bürokratie.
All diese Weltumsegelungen haben Menschen unternommen, wie Sie und ich es sein könnten: keine Profisegler, keine Rekordjäger, keine Superreichen. Keine bärtigen Salzbuckel, keine Adrenalinjunkies. Sie alle teilen die Leidenschaft des Langfahrtsegelns, ohne dass sie zwangsläufig am Meer aufgewachsen, geschweige denn von klein auf Segler sind. Und sie alle haben vorgemacht, dass verdammt viel möglich ist, wenn man nur will.

Die Herangehensweisen könnten dabei unterschiedlicher kaum sein: Die einen schlossen sich einer Rallye um den Globus an, sodass die Reise von A bis Z durchgeplant und schnell wieder vorbei war. Andere wiederum konnten gar nicht genug kriegen vom Segeln und hängen an die erste große Runde gleich eine zweite an – erst nach über zwei Jahrzehnten liefen sie wieder im Heimathafen ein.
Und die Segler selbst? Sind mal jung, gerade Zwanzig, hungrig nach Abenteuern. Andere, etwas älter, brachen mit kleinen Kindern auf oder verlegten im letzten Lebensdrittel ihren Arbeitsplatz gleich ganz aufs Wasser. Ebenso unterschiedlich wie die Skipper sind auch die Schiffe und Routen: von Barfußroute bis Kap Hoorn reicht die Range.
Die besten Tipps und interessantesten Anekdoten geben die jeweiligen Segler am Ende eines jedes Kapitels in einem Interview preis.

Das macht neben den gut zu lesenden Geschichten den Schatz dieses Buches aus. Es ist ein Loblied auf die Abenteuerlust, dank der zwischen den Zeilen die Erfahrung aus einer halben Million Seemeilen im Kielwasser und hundert Jahren auf See fließt.

Ich würde mich freuen, wenn das Buch den Weg in das ein- oder andere Bücherregal oder -schapp findet und es Euch genauso gut gefällt wie mir.

Viele liebe Grüße, Martin

12.01.2016

Trailer "Die Reise der Ivalu"




Also, wir freuen uns auf viele Besucher! Bis dann und viele liebe Grüße! Martin

12.06.2015

Die Reise der Ivalu im Kino

Mittlerweile ist der Film über die Weltumsegelung ca. 20 Mal in verschiedenen Kinos gelaufen, unter Anderem sieben Mal im Olympia Filmtheater in Landsberg, in Königsbrunn, in Radolfzell, Ludwigshafen und Bregenz am Bodensee, in Stuttgart, Metzingen und Stegen am Ammersee. Weitere Vorführungen sind vorerst keine geplant, wer aber den Film dennoch gerne sehen möchte, hier kann man den Film auf DVD bestellen :-)





Liebe Grüße, Martin

06.08.2014

Vor einem Jahr...

… sind wir mit leichtem Kopfweh und Kater nach einer guten Party in der Koje unserer Ivalu aufgewacht. Der Grund für die Party war, dass wir am Tag zuvor wieder in Kiel eingelaufen sind und unsere dreijährige Weltumsegelung somit beendet hatten.

Das letzte Jahr, das erste Jahr zurück in der Heimat, ging erschreckend schnell vorbei. Ankommen, erstmal zurück nach Hause und im elterlichen Hotel jobben, danach cooler, neuer Job in einer kleinen Softwarebude, Umzug, etwas später wieder Umzug… Wow es ist wirklich viel passiert im letzten Jahr. Hier in Europa vergeht die Zeit wie im Flug und die Uhren ticken um ein vielfaches schneller als auf den vielen Inseln, die wir die Jahre zuvor besucht hatten.

„Und, wo war es am schönsten?“, das ist eine der meistgestellten Fragen, dicht gefolgt von „Wie ist es, nach drei Jahren wieder zurückzukommen?“ Beide Fragen sind nicht leicht zu beantworten. Über die erste Frage haben wir in den drei Jahren Weltumsegelung viel geschrieben und das würde den Rahmen von diesem Blogeintrag sprengen. Die zweite Frage versuche ich mal zu beantworten, obwohl das nicht einfach ist:

Die erste Zeit zurück in Deutschland war – entgegen mancher Befürchtungen – einfach nur supercool. Jedes Wochenende Grillen mit Freunden, super Sommerwetter und eine Willkommensfete die sich gewaschen hat. Relativ schnell und unkompliziert habe ich einen ziemlich coolen Job als Eventmanager bei einer kleinen Softwarefirma in Osnabrück gefunden, bei dem ich die meiste Zeit von zu Hause aus arbeiten kann. Ist alles perfekt gelaufen. Trotzdem – wenn man einmal die große Freiheit geschnuppert hat und über mehrere Jahre tun und lassen konnte, was man will - und das auch noch an den schönsten Orten der Welt - dann ist es manchmal gar nicht so leicht, sich wieder in ein von Konsum und Statussymbolen bestimmtes System einzugliedern. Eine Welt, in der man höchstens ein Viertel seiner Zeit frei, unabhängig und selbstbestimmt verbringen kann und sich die Leute vor lauter iPhone schwer tun, in die Augen zu schauen. Und an Tagen, an denen einem genau diese Tatsachen tierisch auf den Geist gehen, wünscht man sich auf ein kleines Segelboot irgendwo in die Weiten des Pazifik, fernab von Smartphones, facebook und Co.

Aber so ist es nicht immer. Ich bin mit Sicherheit nicht der Typ dazu, alles zu verteufeln und schlecht zu reden. Es ist auch schön, wieder hier zu sein, Freunde und Familie um sich zu haben und anstatt über eine brüchige Skypeverbindung bei einem gemütlichen Bier am Lagerfeuer zu quatschen. Auch Natur und Landschaft sind der Wahnsinn hier. Berge, Seen, Flüsse, Mountainbike und Kanu, was will man mehr? Was manchmal fehlt, ist Zeit bzw. der Wille, sich Zeit zu nehmen und den ganzen Alltagsstress einfach mal Alltagsstress sein zu lassen.

So, und jetzt gleich noch eine kurze Vorankündigung: Im letzten Jahr habe ich unter anderem unser ganzes Film- und Fotomaterial durchgearbeitet und einen ca. einstündigen Film über die Weltumsegelung geschnitten, der demnächst natürlich auch gezeigt werden soll! Wann und wo genau teile ich mit, sobald dies feststeht. Bis dann und liebe Grüße,

Martin

19.08.2013

Wieder zu Hause

Drei Jahre sind vergangen, die Welt umsegelt und das große Abenteuer leider vorbei. Jetzt beginnt sozusagen die "Resozialisierung". Mal schauen, wie das klappen wird. Aber da sind wir ganz guter Dinge, das wir auch das hinbekommen wird und das Landleben uns vorerst auf jeden Fall mal in Beschlag nehmen wird.
Seit zwei Wochen schaukelt die Ivalu nun wieder in ihrem Heimathafen Kiel und seit knapp zwei Wochen ist der Captain weit weg vom Meer wieder daheim in Landsberg. Naja, ganz stimmt das nicht, da eine der zwei Wochen der Ivalu gewidmet war und wir in Kiel begonnen haben, das Projekt "Motor" entgültig abzuschließen. Leider, leider hat es mit dem Elektroantrieb nicht so geklappt wie erhofft, ob wir einfach Pech hatten oder ob die ganze Technik doch noch nicht so ausgereift ist, wir wissen es nicht. Auf jeden Fall fiel die Entscheidung, wieder zurück zum Diesel zu gehen. Das hieß E-Motor raus und einen gebrauchten Yanmar-Diesel rein. Leider sind wir mit dem Umbau nicht ganz fertig geworden, da, aber das sind wir ja mehr als gewohnt, dass nicht alle Teile rechtzeitig angekommen sind.
Ansonsten war großes Hallo und Wiedersehen angesagt, mit Grillabenden, Feiern und schönstem Wetter. Das wird wohl auch noch eine ganze Zeitlang so weitergehen, bis alle Freunde, Bekannte und Verwandte außgiebig begrüßt und sämtliche Geschichten erzählzt sind.
Als nächstes kommt Stufe zwei der "Resozialisierung": Arbeiten und wieder Mal Geld verdienen. Aber Eins nach dem Anderen und nichts überstürzen :-)
Zur Nachbereitung der Weltumsegelung wird es einen Bildband in Form eines Reisemagazins geben. Ein bisschen wird es zwar noch dauern, bis dieser fertiggestellt ist, wer aber Interesse hat, der soll doch einfach mal eine Email an ivalu@fat-jam.de schreiben.
So weit so gut, den ein oder anderen Blogeintrag wird es noch geben, allerdings nicht so häufig wie bisher. Es ist auch deutlich weniger spannend hier und Geschichten über Meldebescheinigungen, Steuern und überzogene Konten kennt wahrscheinlich jeder zur Genüge, so dass wir die Unserigen nicht auch noch einstreuen müssen.
Also, an dieser Stelle allen, die diesen Blog verfolgt haben vielen Dank fürs fleißige Mitlesen und viele Grüße!
Martin

07.08.2013

Bilder Nord- Ostseekanal und Ankunft Kiel











Nachtrag: Die letzte Etappe und Ankunft Kiel

So, wie versprochen kommt hier noch der Bericht zur letzten Etappe durch den Nord-Ostseekanal und unserer Ankunft in Kiel. Und zur Etappe von Helgoland nach Cuxhaven haben wir ja auch nicht gerade viel geschrieben, daher alles in einem Eintrag:
Von Helgoland ging es mit ein klein bisschen Ablegechaos los, da wir als innerstes Boot in einem Fünferpäckchen gelegen sind und der Wind uns kaum gehen lassen wollte. Nach zwei erfolglosen Versuchen, vorwärts rauszukommen haben wir es dann rückwärts probiert und es schließlich auch aus dem Hafen raus auf die Nordsee geschafft. Dann gab es ein paar Stunden entspanntes Nordseesegeln mit schönem achterlichen Wind und wenig Welle. Auch die Elbe hoch bis Cuxhaven hat keine Probleme bereitet und wir sind gut und sicher im Yachtclub in Cuhxhaven gelandet. Vor der Hafeneinfahrt, die natürlich quer zur Strömung liegt, hatten wir etwas Bammel, es gab aber keinerlei Probleme.
Glücklicherweise haben wir Heiko und seine Tochter Anke kennengelernt, die sich bereiterklärt haben, uns an den Haken zu nehmen und am nächsten und übernächsten Tag durch den Nordostseekanal zu schleppen. An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an Euch Zwei, ohne Euch hätten wir Probleme bekommen, unseren angekündigten Ankunftstag auch wirklich einzuhalten. Zum Nordostseekanal gibt es nicht viel zu schreiben, es war lang und heiß. Nach dem Kanal haben wir uns die letzte Nacht in dem kleinem Hafen direkt hinter der Schleuse Holtenau versteckt, so dass wir am nächsten Tag nur noch zwei Meilen zu segeln hatten.
Dann der spannende Tag: Die kürzeste Überfahrt der Weltumsegelung war die, die am meisten Nervosität verbreitet hat. Hoffentlich geht alles gut, hoffentlich blamieren wir uns nicht beim Anlegen... Mit den Flaggen aller besuchten Länder im Rigg sind wir dann ein paar Meter Fördeauswärts gefahren, haben dann gewendet und dann ging zum Yachthafen Düsternbrook, wo wir schon mit Sekt, Bier und einem großen Willkommensplakat erwartet wurden. Ein superschöner Empfang. Danke an alle, die da waren!
Nach einigen Gläsern Sekt ging es dann am Abend in die alte Brauerei zum Essen und im Anschluss via Irish Pub ins Weltruf, wo wir bis zum Sonnenaufgang gefeiert haben. Der Sonntag war nicht ganz so produktiv wie geplant, als der Kater dann aber gegen Nachmittag nachgelassen hat haben wir doch noch einiges ausgeräumt und auf den Weg in den Süden geschickt.
Tags drauf dann fertig ausräumen, putzen und dann am Dienstag Nachmittag ging´s dann auch los in Richtung Heimat, wo wir heute Nacht gegen 02.00 Uhr angekommen sind. Noch fühlt es isch alles ein wenig fremd an, das wird sich aber bald geben.
Erstmal viele liebe Grüße aus der Heimat!
Martin und Cori

05.08.2013

Wir haben nachgeprueft: Die Erde ist wirklich eine Kugel!

Wir sind da! Am 03.08. sind wir nach drei Jahren wieder in Kiel angelegt. Der ausfuehrliche Blogeintrag zur letzten Etappe und zur Ankunft kommtmorgen, hier aber schonmal drei Fotos.





01.08.2013

Rolling home!

Gestern Abend sind wir nach einem wunderschönen Segeltag heil in Cuxhaven angekommen. Jetzt herrscht leider schon etwas in Zeitdruck, daher kein langer Blogeintrag. Nur soviel, falls uns wer am Ufer begrüßen möchte:

Ankunft in Kiel diesen Samstag, 03.08.2013 gegen 15.00 Uhr im Yachthafen Düsternbrook.

Bis bald, wir freuen uns schon!
liebe Grüße
Martin und Cori

30.07.2013

Bilder Helgoland und Duene